Arbeitsgemeinschaft der
Süddeutschen Mesnerverbände

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Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Mesnerverbände

Die diesjährige Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Süddeutschen Mesnerverbände (ARGE) fand im Haus „Mariahilf – Spectrum Kirche“ in Passau statt.

Vorsitzender Klaus Probst begrüßte 41 Delegierten, Präsides, Ehefrauen und Gäste. Prälat Josef Heigl eröffnete mit einem Gebet um einen guten Tagungsverlauf die umfangreiche Tagesordnung.
In seinem Rechenschaftsbericht reflektierte Klaus Probst das zurückliegende Arbeitsjahr seit der letzten Delegiertenversammlung. Erzbischof Marx und Bischof Zdarsa habe Probst von den Neuwahlen der ARGE unterrichtet und um zustimmende Kenntnisnahme gebeten. Ferner waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Anträge an die Bischofskonferenz bezüglich Satzungsänderung, Wahlordnung und Erhöhung der Finanzmittel für die Mesnerschule vorzubereiten. Im Januar war die ARGE Gastgeberin für die ADS Delegiertenversammlung auf Schloss Hirschberg. Höhepunkt des Jahres sei im April die Wallfahrt nach Rom gewesen. Es waren gelungene, segensreiche Tage, die Präses Heigl hervorragend und sehr ansprechend vorbereitet und geleitet hatte. Unter zahlreichen weiteren Veranstaltungen hob der engagierte Vorsitzende die 100jährigen Jubiläen der Mitgliedsverbände Bamberg und Rottenburg-Stuttgart hervor, die er zusammen mit Delegierten besucht habe. „Es waren gelungene Feste, die von Freude und Zusammenhalt geprägt waren“, sagte Klaus Probst. Am Ende seines Berichts bedankte er sich bei allen, die ihn in irgendeiner Weise in seiner Tätigkeit unterstützt hätten. Es sei schön immer wieder zu erfahren, wie viele Menschen unsere Arbeit zum Wohle der Mesnerinnen und Mesner mittragen.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt berichtete Karl Müller von der Tagung der deutschsprachigen Sakristane (ADS) auf Schloss Hirschberg. Im Jahre 2012 sei die Wahl eines neuen Präses.
Es folgte der Kassenbericht vom stellvertretenden Vorsitzenden Josef Tratz. Die Kasse wurde noch am selben Abend von Bernhard Kürzinger (Erzdiözese München-Freising) und Johann Gscheider (Diözese Passau) geprüft.  Es konnte eine einwandfreie Kassenführung attestiert und somit die Entlastung des Kassiers beantragt werden, der einstimmig stattgegeben wurde. Schulleiter Martin Thullner gab seinen Bericht der Überdiözesanen Mesnerschule ab. Die Schulleitung richtete an die Freisinger Bischofskonferenz den Antrag auf Erhöhung der Zuschüsse um 10% zum alljährlichen Grundkurs der Mesnerschule mit der Bitte um weitere Veranlassung bei den jeweiligen Kostenträgern der bayerischen (Erz-)Bistümer (Finanzkammern und Kirchenstiftungen). Diesem Antrag wurde mittlerweile stattgeben. Nach dem Ausfall des 48. Grundkurses seien es beim 49. Grundkurs wieder sehr angenehme, ruhige und fleißige Mesnerinnen und Mesner gewesen, die die Mesnerschule mit Erfolg absolvierten. Martin Thullner dankte allen Dozenten, vor allem dem Geistlichen Schulleiter Dr. Otto Mittermeier für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zum Abschluss des 50. Grundkurses findet im nächsten Jahr ein Festakt statt. Zum 50-jährigen Bestehen der ARGE im Jahr 2013 werde eine Festschrift erscheinen, in der auch das Jubiläum der  Mesnerschule gebührenden Raum bekomme, entschieden die Delegierten.
In einer abschließenden Einheit des ersten Sitzungstages wurde Rückschau auf die Romwallfahrt gehalten, von der ansprechende Bilder gezeigt wurden.
Neues aus der KODA konnte am nächsten Tag Klaus Probst berichten. Er befasste sich hauptsächlich mit dem zweiten Bewährungsaufstieg der Mesner. Es müsse Ziel sein, eine Regelung zu schaffen, sagte der KODA-Beauftragte, die gewährleiste, dass alle Mesnerinnen und Mesner, die vor dem 1. Oktober 2005 (also mit BAT-Vertrag) eingestellt worden seien, nach 8 Jahren und dem Durchlaufen von zwei Bewährungsaufstiegen Vergütungsgruppe VI (bzw. heute EG 6) erreichen könnten, wovon sie bei der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages ausgegangen wären.
Zum Tagesordnungspunkt, der sich mit dem Standesorgan „Der katholische Mesner“ befasste,  konnte Chefredakteur Anton Fuchs wegen Erkrankung leider nicht kommen.  Die Delegierten waren sich einig, dass der „Katholische Mesner“ nach wie vor ein Vorzeigeorgan der Mesner sei. Anton Fuchs leiste hervorragende Arbeit, und das nunmehr seit 10 Jahren, ein Zeitraum für den es mehr als recht ist, in einer Ehrung Danke zu sagen und Lob und Anerkennung auszusprechen. Klaus Probst wird die Ehrung des sehr geschätzten und beliebten Chefredakteurs demnächst mit allen Guten Wünschen vollziehen.
Für eine sehr rege Diskussionsrunde sorgte der Tagesordnungspunkt: „Der Mesner ist immer im Dienst“ – ein Beruf der Kirche in Spannungsfeldern. In einem Erfahrungsaustausch wurde vor allem über das eigene Glaubensleben  und Mitfeiern der Liturgie in Spannung zum Dienst diskutiert, sowie die erhöhte Erwartung ehrenamtlichen Engagements in Spannung zu privater Freizeitgestaltung, und „in der Öffentlichkeit stehend“ in Spannung zur Privatsphäre. Einig war man sich am Ende des Gedankenaustausches, dass es nicht in Ordnung sei, Mesnerinnen und Mesner aufgrund von Sparzwängen oder aus Mangel an ehrenamtlichen Kräften zu weiterem ehrenamtlichem Engagement in der Kirche zwingen zu wollen, weil diese meist sowieso mehr tun, als gemäß Dienstvertrag von ihnen verlangt wird. 
Anschließend  kam die Aussprache über die Berichte der neun Diözesangemeinschaften, die alle darin ihre vielseitigen Aktivitäten im Berichtsjahr aufzeigten.
Der nächste ARGE-Tagungsort wird vom 8.-10. Oktober 2012 in Kloster Hersberg am Bodensee sein, vom 14.-16.Oktober 2013 auf Schloss Spindelhof bei Regensburg und vom 13.-15. Oktober 2014 in Würzburg. Die Sternwallfahrt findet nächstes Jahr am 20. Juni in Neumarkt in der Oberpfalz statt.
Am Schluss bedankte sich Klaus Probst für den guten Sitzungsverlauf. Selbstverständlich bestand die ARGE-Zusammenkunft in Passau nicht nur aus Sitzungsabläufen. Es wurde von Diözesanleiter Johann Gscheider und seinem Team auch noch ein sehr ansprechendes Rahmenprogramm angeboten. Für die Partner der Delegierten wurde eine Gästebetreuung angeboten, die diese in die reizvolle Gegend rund um die Dreiflüssestadt „entführte“.
Nach dem 2. Sitzungstag fand eine sehr interessante Führung in der Glockengießerei Perner statt, sowie ein Abend in der Weinstube des Hauses, zu dem die Diözese eingeladen hatte.
Zwei Festgottesdienste in der Hauskapelle, denen jeweils die Präsides der Mesnerverbände vorstanden und in denen der Passauer Mesnerpräses Dr. Bernhard Kirchgessner predigte, stellten die Tagung besonders unter Gottes Segen.
Eine Domführung durch den gastgebenden Diözesanleiter Johann Gscheider rundete die schönen Tage in Passau ab.

Bernhard Kuhn
und Klaus Probst
ARGE Passau
Vorsitzender: Klaus Probst, Kapellenweg 22, 89438 Holzheim-Eppisburg