Arbeitsgemeinschaft der
Süddeutschen Mesnerverbände

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Laudatio für Karl Müller anlässlich 25 Jahre ARGE-Mitgliedschaft und Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens

Es war –ich habe eigens noch mal nachgeschaut- am 13. Januar 1990. Ich, noch keine 20 Jahre alt, war knapp 14 Tage als Mesner in Asbach-Bäumenheim im Dienst. Ein Glücksgefühl, diese ehrenvolle Aufgabe übertragen bekommen zu haben war gepaart mit Unsicherheit vor dem vielen Neuen, das damit verbunden war; und war gepaart mit ganz viel Ehrfurcht vor diesem Amt.
Am Abend jenes Tages sollte mein Amtsvorgänger verabschiedet werden. Es war ein großes Fest, war Herr Haller doch nachgewiesenermaßen 70 Jahre lang im Amt.

Und zu diesem großen Fest kam auch er, der hohe Herr aus Augsburg! Selbst erst ein paar Wochen im Amt als Diözesanleiter des Augsburger Mesnerverbandes, war es seine erste Ehrung, die er in dieser Funktion ausüben durfte.
Hier sind wir uns zum ersten Mal begegnet. Fast schüchtern und in jedem Fall respektvoll habe ich damals aufgeblickt zu diesem mächtigen Mann, dessen Stellenwert damals für mich gefühlt ziemlich bald nach dem Bischof einzuordnen war!!!

Die Perspektiven haben sich verändert. Ich blicke nicht mehr auf zu ihm, wir bewegen uns auf gleicher Augenhöhe. Aber der Respekt ist uneingeschränkt geblieben.
Respekt für vorbildlichen Mesnerdienst, Respekt aber vor allem für allen immensen Einsatz für die Mesnerverbandsarbeit.

Karl Müller, jetzt nenne ich seinen Namen, aber Sie wissen längst, von wem die Rede war, hat nie halbe Sachen gemacht. Alles musste und muss immer perfekt sein. Damit hat er sich Hochachtung bei seinen Vorgesetzten verschafft, und damit hat er auch die Mesnerverbands-Arbeit in Augsburg über mittlerweile mehr als 20 Jahre auf dem hohen Niveau seines Vorgängers Fritz Hintersberger gehalten und noch weiter gesteigert. Eine Vielzahl von Angeboten des Verbandes, die außergewöhnlich hohen Zuspruch erfahren, steht als Beleg dafür. Die Kilometer, die Karl Müller hierfür gefahren ist und die Stunden, die er in seine Verbandsarbeit investiert hat, lassen sich kaum noch zählen.

Bei solch einem Engagement ist es klar, dass Karl Müller sich auch über den Tellerrand des Augsburger Verbandes engagiert hat. So erwarb er sich in der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft und in der ADS ebenfalls Gehör und Respekt.
Bei all diesem Einsatz bist Du, lieber Karl, bisweilen durchaus kritisch gewesen. Nicht alles, was über die Jahre hier beraten wurde, fand Deine Zustimmung. Und dann hast Du nicht geschwiegen, sondern dies auch zum Ausdruck gebracht.
Auch wenn Du vielleicht damit zunächst das eine oder andere Stirnrunzeln ausgelöst hast; auf die Jahre hin gesehen hat es Dir noch mehr Achtung eingebracht, weil Deine Einwände stets sachlich fundiert und begründet sind und jeder sofort weiß, wie er oder sie dran ist.

Es ist aber nicht nur Deine Geradlinigkeit, die Dich auszeichnet, es ist auch bei aller inhaltlicher Auseinandersetzung Dein fairer Umgangsstil und Dein Gespür für Menschen. Es ist Dir auch in der hitzigsten Diskussion immer bewusst, dass Du mit einem Geschöpf Gottes sprichst und es nie so weit kommen darf, dass Du dessen Würde verletzt. Dies steht bei Dir immer über aller Sachdiskussion und es ist Dir, so habe ich es erlebt, immer gelungen diesen christlichen Grundsatz einzuhalten.  

Seit vielen Jahren dürfen wir beide miteinander Verantwortung für den Mesnerverband auf verschiedensten Ebenen tragen Ich habe Dich als Mentor erlebt, der mich behutsam gefördert und aufgebaut hat und mir auch jetzt, wo immer es möglich ist, den Rücken stärkt und nicht müde wird in seiner Unterstützung.
So haben wir auch schon viel miteinander erlebt, es ist eine gute Kameradschaft und Freundschaft entstanden.
Bei einer gemeinsamen Fahrt, ich glaube sogar, dass es jene Heimfahrt in einer Januarnacht aus Würzburg war, die wesentlich länger gedauert hat, als geplant, - Karl weiß den Grund- hat mir Karl auch von seiner langjährigen ARGE-Tätigkeit erzählt. Aufgrund dieser Erzählung recherchierte ich, dass es 1985 gewesen sein muss, dass Karl Müller erstmals Delegierter der ARGE war, damals als Schriftführer seines Verbandes bei der Tagung in Freiburg.

So sind es heuer 25 Jahre, die Du der ARGE angehörst – für uns in der Vorstandschaft Grund genug, Dich heute auszuzeichnen mit dem Goldenen Ehrenzeichen der ARGE.

Lieber Karl, Vergelt’s Gott für Dein Engagement. Mögen noch viele weitere Jahre hinzukommen – der Mesnerverband braucht Dich!

Vorsitzender: Klaus Probst, Kapellenweg 22, 89438 Holzheim-Eppisburg